Es sind offensichtlich Stresstage. Die CD “Nederlanders” liegt in den Plattenständern, inklusive der Zusätsliche CD “Utrechtse monologen”. Feierliches Release im Amsterdamer "Paradiso". Wir spielten ein Minikonzert mit Erik van der Wurff, Edith Leerkes, Rob Winter (dem von Marco Borsato) und ich. Unser Debüt in diesem Toptempel.
Ich höre soeben, dass "Nederlanders" diese Woche im Radio 1 und Radio 2 “CD der Woche” geworden ist.. Stündlich kann man ein Lied hören. Toll.
Die CD "Nederlanders" ist auf dem 25sten Platz in der CD Top 100 gelandet, während “Chapeau”, unsere französische DVD/CD, schon die zweite Woche auf Platz 2 der klassischen Top 15 steht. Es ist wie 1970.
“Goeie Genade”, die niederländische Version von “Lieber Himmel” (Verlag: Gütersloher Verlagshaus), gibt es jetzt auch zu kaufen im Buchhandel und bei uns. Ich habe in diesem Buch meine gutgläubigen Erkenntnisse an eine symbolische Wäscheleine aufgehängt. Von Sinnen, Sinn und Unsinn, inspiriert von dem einzigen Buch, das mein Opa hatte. Einer Staatenbibel. Dieses Buch ist erschienen im Verlag Kok, Kampen. ISBN 978 90 435 1457 6.
“Medemens”, das reich illustrierte Buch, das ich anlässlich des Jubiliäums de Herman van Veen Foundation schrieb, liegt beim Drucker. Ich freue mich auf die Fahne.
Anfang letzter Woche Pressekonferenz in Hilversum aus Anlass der Weihnachtsvorstellung, die wir in der Großen Kirche von Naarden spielen werden. Spannend. Das war für mich nicht ganz leicht. Ich kann meine Vorstellung von Gott nicht in Worte fassen. Sie ist ein “Ermitteln”. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass etwas auch vorbei sein kann. Ich schrieb einmal als junger Mann, dass Veränderung das einzig Bleibende ist. Ich bin manchmal ganz sprachlos, wenn ich das nicht formulieren kann. Dass ich die Weihnachtsgeschichte immer erzählen will, liegt vor allem an meinen Erinnerung an das Weihnachtsfest zu Hause und daran, dass ich nicht verstehe, warum die Menschen nicht von den Flüchtlingen lernen wollen- Auch Josef und Maria waren welche. Auch damals schon waren Grenzen dicht und blieben Türen verschlossen.
Gestern Mittag spielten Edith Leerkes, Rob Winter und ich, anlässlich der Vernissage einer neuen Ausstellung von meinen "alten" (ich male unterm Strich erst seit sechs Jahren) und jüngsten Bilder im idyllischen Städtchen Landgraaf, nördlich von Maastricht. Dort befindet sich in einem weißen Haus die Ipomal Galerie en Kunstuitleen, Charles Frehenstraat 5, 6374 EK Landgraaf. Tel: 0031-45-5323619, ; Kontakt: Ineke Paliska. Bis einschließlich Weihnachten hängen dort 25 Werke von mir.
Am Donnerstag spielten wir die letzte Aufführung von unserer Serie in de Arenberg zu Antwerpen. Die flämische Tournee ist jetzt abgeschlossen. Belgien steht Kopf. Nicht wegen unserer Abreise, sondern weil die Flamen und die Wallonen partout nicht mehr durch eine Tür wollen. Dass das möglich ist, kommt meiner Meinung nach durch die neue europäische Wirklichkeit. Es erscheint logisch. Die Grenzen verschwinden. Sie fügen sich Flussbetten oder den alten Sprachgrenzen.
Morgen erscheint bei Harmonia Mundi “Etude F”, Edith Leerkes’ erste Solo-CD. Das Release findet statt in der Alten Kirche von Soest, wo sie einen großen Teil ihrer Kompositionen vortragen wird.
Daneben viel Fernsehen und Radio. Das macht mir großen Spaß. Es gibt viele Reaktionen, manchmal auch von Menschen, von denen wir seit Jahren nichts mehr gehört hatten. Im Fernsehen sagte diese Woche ein Mann: “Je älter der Baum, desto mehr Früchte.”
Jetzt hoffe ich nur noch, dass das Herbstwerden künftig keinen Einfluss mehr auf den Stamm ausübt, der dieses Leben so faszinierend macht.