Montag, 25. September 2006
Man stelle sich vor:
ein Meer von
Asbest- und Wellblechdächern,
hier und da ein Häuschen mit Dachziegeln
oder Reet.
Einen Bungalow,
Baracken,
alles krumm und schief,
Tankstellen, Garagen,
Einkaufszentren,
Märkte.
Unbefestigte Pfade,
asphaltierte Wege,
Kiesstraßen,
Staub,
grelle Werbung,
Graffitis an den Wänden,
Parolen,
unverständliche Zeichen,
Autohupen,
Sirenen,
Musik, Musik, Musik.
Alles in einem Wirrwarr,
einem Durcheinander elektrischer Drähte,
einem riesigen trunkenen Netz,
von einem unsichtbaren Monster gefangen, das Chaos heißt.
Soweto.
Fünf Millionen Menschen finden den Weg.

Heute ist Sonntag,
Heritage day,
Erbschaftstag,
Tag des Dankeschön
fürs Leben.
Tag der Umarmungen
und der Küsschen.
Die Stadt erstrahlt im Staub,
der Himmel ist blau,
Menschen flanieren ausgelassen,
ungeheuer schickgemacht,
Mädchen Arm in Arm,
Männer in Grüppchen,
Autos, Wracks und ganz teuren,
bettelarme Menschen und schwerreiche,
ein großes lebendiges geselliges Beisammensein.
Ein Esel grast im Müll,
ein Hund nagt an einem Schlauch,
ein Hadeda Ibis
pult einen Wurm aus einem Blumentopf.

Irgendwo steht eine Kirche,
die von Ipelegeng,
in der ich für das Theater,
das dort entstehen wird,
singen werde.
Bearbeitete für die Feier
zwei Bibeltexte,
einen von Job, dem armen,
einen von Jesaia, der ein bisschen mehr hatte.
Erfand zusammen mit Edith Leerkes,
die leider nicht dabei ist,
die Musik.
Werde also unbegleitet singen
mit dem Mädchenchor der Pretoria High School -
15 Stimmen einer Zukunft.

Neun Uhr.
Der kleine Platz um die Kirche strömt voll.
Menschen in Volkstracht,
vornehme Repräsentanten,
Abgeordnete,
Bewohner des Viertels im Sonntagsanzug,
Priester, Pressevertreter, Pfarrer,
Chorknaben und zwei Bischöfe,
ein weißer und ein schwarzer
mit einem Nikolausstab.
Gemischte Chöre
in gestärkter Uniform.
Die Ausländer,
die Mitmenschen,
ein Trunkenbold.

Die Feier beginnt
mit Gesang,
wie man ihn nur in Afrika hören kann.
Er geht durch Mark und Bein,
er macht einem Gänsehaut,
bringt einem Tränen in die Augen.
Bibeltexte,
Vorträge
und immer wieder die Chöre,
die Trommeln,
wieder andere Worte.
Ich steh auf und singe
a capella
mit meinen Mädchen
mir die Lunge aus der Seele.
Es wurde ein Lied geboren.

Herman van Veen



Montag, 11. September 2006
Ein Hadedavogel sitzt auf dem Kopf eines
verwitterten Gartenengels.
Es ist beinah Frühling in Südafrika.
Frisches Grün klettert auf die Bäume.
Eine Eidechse ohne Schwanz
starrt mich an.
Sie sitzt so still
wie der Engel steht.

Schreibe auf der sonnigen Terrasse
zwei Songs.
Einen frei nach Job,
einen frei nach  Jesaia,
für den Gottesdienst
aus Anlass der Grundsteinlegung
von The Miracle,
dem Theater in Soweto.
Singen werde ich
mit einem Mädchenchor aus Pretoria.
Die Messe wird gelesen
vom legendären Desmond Tutu.
Wenn Nelson Mandela sich gut fühlt,
wird er in der Kirche sein.
Das versprach er jedenfalls
Mama Majova,
der Geburtshelferin dieses Projekts.

Hatte im Flugzeug
genügend Zeit, um
über die letzten Wochen nachzudenken.
Was okay war,
was schief ging,
was künftig anders,
so wie immer
oder besser gehen könnte.

Alfred Jodokus Kwak im Wald von Soest
aus Anlass von 60 Jahren Unicef.
Zwei schöne Spätsommer-Abende.
Viele Leute,
prächtiges Wetter
zwischen den Tiefs.
Jammerschade,
dass am zweiten Abend der ganze Strom
durch einen Kurzschluss ausfiel.
Die Kilos, die ich mir während des Urlaubs angegessen hatte,
war ich in einer halben Stunde wieder los.
Kick, danke für den Brief.



Anschließend nach Schleswig- Holstein
zum Festival.
Zwei Konzerte mit dem Radio-Philharmonie-Orchester
aus Hannover
unter Maestro Erik Virtuoso van der Wurff.
Es wurden zwei außergewöhnliche Konzerte,
5000 Leute kamen und genossen sie wie wir.

Dann nach Linz
für die “Klangwolke”,
“Ente gut, alles gut”,
auch für Unicef.
Ein Megaschauspiel
an den Ufern der Donau.
Konnten während der ersten Probetagen
kaum was machen.
Das Wasser war zu hoch,
strömte zu schnell,
der Wind war zu stark,
der Regen unaufhörlich.
Die Durchläufe fielen buchstäblich ins Wasser.
Der Stress wurde unerträglich,
hab um ein Haar jemanden umgebracht.
Einen Tag vor der Vorstellung
klarte der Himmel auf.
Toon-Hermans-Blau
färbte das Firmament.
Zu spät für eine Generalprobe,
aber toll für die Vorstellung.
96000 Menschen und 20 Kameras waren dabei.
Wir badeten in einem Meer von Applaus.
Als ich durch Tausende zurückging,
habe ich soviel Liebes gehört,
dass ich reich an freundlichen Worten
bis zu meinem 120sten bin.

Es war nicht perfekt.
Es war Großes
en miniature.
Es war vom Herzen
und gerade rechtzeitig.

Alfred kann nicht verstehen,
wie es möglich ist,
dass eine Milliarden Kinder
an Gleichgültigkeit
sterben müssen.
Er fliegt bis zum Großen Bären,
um ihn zu fragen, was er tun kann.

Und der Bär sagt,
das schaffst du nicht allein,
das muss man mit allen tun.

Als 61jähriger Mann weiß ich,
es scheint eine Utopie.
Als 61jähriges Kind weiß ich genau,
dass es möglich sein muss.

Ich bedanke mich bei Marije,
Paul, Angelique, Tom, Edith, Zita, Robbie, Wolfgang, Tiberius, Gaëtane, Hauke, Stephan, Harald, Kiki, Ben und all den anderen.

Bin nicht mehr so sicher, ob das mein letzter
Kwak
war.


Herman







Mittwoch, 16. August 2006
Ich fuhr von 35 Grad in Südfrankreich
nach 9 Grad in Ostende,
wo wir zu Gast
in einem Sommerprogramm des VRT waren.
In dieser Sendung
war auch ein Polreisender
namens Dixie Dansercoer,
der erzählte,
dass in ungefähr fünfzig Jahren
das Eis
auf dem Nordpol
geschmolzen sein wird,
und dass die Welt
das nicht wissen will.
Dansercoer
erklärte,
dass die Politik
dieses phänomenale Problem
negiert,
dass man offensichtlich die Idee hat,
dass es so schlimm nicht werden wird.
Na ja, das wird es schon,
vor allem uns
hier in Westeuropa
werden schreckliche Wasserproblem
zu schaffen machen.
Heute Morgen in der Zeitung
und gestern im Fernsehen
wurde ausführlich die Tatsache erwähnt,
dass wir dagegen Vorsichtsmaßnahmen
treffen müssen.

Ich erinnere mich jetzt an
einen Brief, den ich einmal
dem Dichter und Biologen
Dick Hilenius schrieb.
War damals Anfang Dreißig
und befasste mich intensiv
mit dem Meer.
Machte fürs Carré
eine Vorstellung
mit dem Titel ‘Onder water’
und bat ihn um Hilfe.
Er schrieb mir
unter anderem:
“Nein, da mach ich nicht mit,
das Meer sorgt schon selber für sich.”
Werde versuchen, meinen Enkelkindern
klar zu machen,
dass Schwyzerdütsch
ein wichtige Sprache werden kann.

Es ist gut,
dass jetzt im Nahen Osten,
wenn auch zerbrechlich,
ein Waffenstillstand herrscht.
Finde die Situation da
weiterhin unglaublich gefährlich.
Bin den ganzen Sommer
damit beschäftigt gewesen,
zu erreichen, dass Menschen
einstimmig
für eine politische Lösung
plädieren.
Hab noch Angst.
Aber es ist ein Schritt
in die richtige Richtung.

Gestern mit den Proben begonnen
für “Ente gut, alles gut”,
meine neueste Kwak-Erzählung
in echt.
Wir spielen das im Wald von Soest.
Hoffen, dass das Wetter
so schön bleibt, wie es jetzt ist.
Es wird schön.
Wir arbeiten mit einer schönen
Tänzergruppe,
25 Kindern
und einem starken Männerchor.
Ich werde begleitet von
Edith Leerkes an der Gitarre.
Die Vorstellungen
sind zu Gunsten der Geburtstags
von Unicef.
Diese lebensnotwendige Organisation
besteht 60 Jahre.
Bin seit meinem 17. Lebensjahr dabei.
Damals noch als Freiwilliger.
1968
wurde ich als
Unicef-Kinderfreund
in der Bankastraat 128
in den Haag eingeschrieben..
Nach zwei Wochen
spielen wir die Megaversion
an den Ufern der Donau,
wo 115.000 Menschen
erwartet werden.

War einen Monat lang
nicht Zuhause.
Habe heute Morgen in der Frühe,
gleich nachdem die Sonne
aufgegangen war,
gemäht.
Es war kein Durchkommen mehr.
Unglaublich,
wie hoch etwas in vier Wochen wachsen kann.
Konnte meinen
einst gemähten Weg
kaum finden.
Und die Kaninchen
kamen mehr denn je
ihrem Ruf nach.

Einer von unseren Hirschen
hat ein erschreckend
großes Geweih.
Nenne ihn
ab sofort
Landis.
Was hat man in
mein Gras getan?

Unter Info
können Sie etwas
über das Projekt “sprakeloos” lesen,
auf unserer neuen
französichen Website
über unsere Pläne in Frankreich.
Möchte dafür
Manon und Merlijn
noch ganz herzlich “merci” sagen.
Es ist super reingestellt.

Letja Verstijnen
kommt herein
und sagt:
“Wir müssen auf die Site
immer ‘Web in Arbeit’
schreiben,
weil sie sich ändert
wie die Tage.

Na gut,
wir sind wieder unterwegs.
Freu mich auf Sie.
Mittwoch, 9. August 2006
Zeit ist eine Linie,
die wir erfunden haben,
um uns nicht zu verirren,
Zeit scheint nur
zu existieren, um dem Leben
einen Rahmen zu geben.

Aber es gibt keine Zeit
in dem, was ich all die Jahre
in deinen Augen seh.
Du liebst mich
und ich lieb Dich.
Dafür gibt es keine Sprache,
kein Wort
wie Zeit.

Dachte ich damals
an dem Tisch
mit der französischen Aussicht
und der Wespe in meinem Glas.

Urlaub ist etwas Merkwürdiges,
gestohlene Zeit,
als ob alles nicht weiterrast,
die Welt kurz mal ruhiggestellt ist
für einen Augenblick
am Meer.

Am selben Meer liegt,
gar nicht mal so weit entfernt,
Israel und Libanon,
wo alles so verloren scheint.

Mach einen Aufruf!
Bitte die kämpfenden Parteien
im Nahen Osten
eindringlich, die Waffen ruhen zu lassen
und ihre Konflikte am Konferenztisch
beizulegen!

Finden Sie nicht auch?
Dann mailen Sie es doch in die Welt.
Vielleicht liest es eine Autorität,
die genauso traurig ist wie ich,
und vielleicht...


We urgently request
the fighting parties in the Middle East
to cease fire
and resolve their conflicts
at the conference table.

Auch in meinem Namen,

Herman van Veen
Dienstag, 11. Juli 2006
Das wäre geschafft.
Die WM und die WM-Show.
Eine enervierende, fröhliche Zeit.
Mehr als herzlichen Dank an alle,
fürs Mitmachen, die Faxe,
die Mails, die Anrufe und die Zeitungen.

Mach im Augenblick
die Tonbänder fertig für
Eend goed alles goed /
Ente gut alles gut, die Vorstellung
van Alfred Jodocus Kwak, die ich anlässlich
des Geburtstags von UNICEF spielen werde.
(am 17. und 18. August in Soest, am 2. September in Linz)

Im August erscheint übrigens
bei Primamedia
ein sehr schönes Filmstripbuch
mit den ersten drei Abenteuern
von Alfred Jodocus Kwak.
Wir träumen von der ganzen Serie.
Dann kann ich in den Bücherschrank stellen
neben Tim und Struppi und Asterix,
Eric de Noorman und Kick Wilstra.

Sehr bald mischen wir die CD Sprakeloos,
die wir für Südafrika machten,
wo wir nach dem Sommer
ein paar Konzerte und
die erste Grundsteinlegung von ‘The miracle’ in Soweto machen.
Es hat sich einiges verzögert,
weil die Pläne dort
etwas umfangreicher wurden, als wir gedacht hatten.

Vor kurzem bekam ich
ein kleines Buch mit einer CD
von Liselore Gerritsen.
Sehr gelungen.
Der Herausgeber (Challenge) fragte uns,
ob auch wir so etwas für ihn machen würden.
Gern geschehn.
Woorden op mijn zang
erscheint im September oder Oktober.
Vierzehn eigene Lieder aus vielen Jahren.

Anders Anders
Sarah
Polderblues
Alsof het avond is
Niet alleen
Kiss
Anne
De ogen van mijn moeder
Boem boem
Sprakeloos
Ik fiets
Mis je
We komen en we gaan
De tijd

Bin stolz auf das Ergebnis.

Bevor wir in Urlaub gehen,
noch ein bisschen basteln an vier frischen Liedern
für “Chapeau”, zur Promotion der Vorstellungen
in Wallonien und Paris (siehe Spielliste).

Im Herbst machen wir die DVD “Chapeau”.
Es wird eine DVD plus Neuauflage-CD.
Die alte war ausverkauft.

Werde ich diesen Tagen auf Rudi Carrell trinken.
Ein Schatz von einem Mann und ein echter Kollege.
Wir waren Jahre lang ein unschlagbares Golfduo.
Unsere Handicaps waren beeindruckend.



Montag, 3. Juli 2006
                            

Bambi

Hertenbok

                                                                                                     


Bambi in echt



Im April begannen wir mit Froschlaich. Jetzt, Ende Juni, wimmelt es auf dem Land und um den Teich von tausenden Minifröschen. Dann sahen wir viele Vögel ein Nest bauen und ihre Jungen flügge werden. Vom Zaunkönig zur Flussgans, vom Rotkehlchen zum Raben.
Auch Hasen und Kaninchen und (unerwartet) unsere kleinste Schafrasse ‘Ouessant’ bekamen Nachwuchs. Und die Geburtenwelle hört noch immer nicht auf.
In diesem Monat sind die Hirsche an der Reihe. Das erste Bambi ist inzwischen geboren.


Die junge Hirschbock ließ im letzten Winter schon sein Röhren erschallen und schritt dabei stolz umher, um den Rehdamen zu imponieren und ihnen den Hof zu machen. Auch er wollte, wie Oranje bei der WM, Treffer landen. Und er hat getroffen – er schon! Sechs von zehn Rehdamen laufen momentan mit einem hüpfballrunden Bauch herum. Es wird nicht mehr lange so bleiben, denn sie sind alle sechs Monate schwanger. Dass so viele Rehdamen bei dem jungen Bock schwach geworden sind, ist verständlich Mit seinen langen schlanken Pfoten, den dunklen Augen, den weißen Augenbrauen, den langen Wimpern und dem Geweih(chen), scheint er gerade aus einem echten Disney-Filmklassiker entsprungen zu sein. Sein Geweih(chen) hat er schon vor ein paar Monaten abgeworfen. So kann es die kleinen Bambinos nicht mehr gefähren. An seiner Stellen gibt es jetzt zwei Erhebungen, die erst noch zu einem echten Geweih heranwachsen müssen.
Herman sah an den aufgerichteten Schwänzchen der Rehdamen, dass irgendwas los war. Wir behielten die Hirschweide scharf im Auge und sahen, dass ein braunes Reh sich auffallend dicht an einem Weidegraben aufhielt. Später sahen wir fast die ganze Damwild-Herde am Rand des Grabens stehen und nach unten starren, und wir wussten, dass da unten irgendetwas war. Entbindungsvisite? Wir gingen hin. Vorsichtig schleichend. Hey…nichts zu sehn?! Wie komisch! Wir sahen uns an und…hörten ein Niesen - oder war es ein Prusten? Bambi hatte sich verraten. Ein kleines Häufchen Tier mit großen runden Augen und langen Ohren, lag zusammengerollt in einer Ecke des Grabens. Genau so, wie es immer in den Büchern zu lesen ist. Verlassen und allein – aber nicht wirklich. Außer dem Niesen, verhielt es sich genau so, wie ihm die Mutter offensichtlich befohlen hatte: still sein und nicht bewegen. Wenn man nicht wüsste, dass da ein Rehkitz liegt, dann würde man glatt vorbei gehen!
Jetzt heißt es, warten auf alle Brüderchen und Schwesterchen, die noch geboren werden. Dann werden wir viel Freude haben an all dem jungen Leben, das die Hirschweide verändern wird. Wir werden einen Disney-Film in echt miterleben....unnnd Action!



Martine 27-6-6 

Dienstag, 20. Juni 2006
Die Tage sind sonnig,
es gibt viel zu tun.
Genieße den Fußball.
Unsere WM-Show läuft
besser als erhofft.
Wir haben ein tolles Team
von Freiwilligen.
Wir lernen jeden Tag viel.
Die Reaktionen sind herzlich.
Morgen kommt Willy van de Kerkhof,
und dann spielen wir einen spontanen Rap
von Ali B. Was für ein bemerkenswerter
junger Mann!
Heute machen wir die Filmaufnahmen
für „Eend Goed Alles Goed“ –
die Vorstellung, die wir
anlässlich des sechzigsten Geburtstags
von Unicel International machen.
Wir hatten geplant, diese Show
in Het Land van Ooit zu spielen, aber
leider können wir dort
nicht auftreten.
Machen das jetzt in Soest
im Freilufttheater Cabrio
am Donnerstag, dem 17.08.
und am Freitag, dem 18.08.
Beginn: 21:00 Uhr.
„Ente gut, alles gut“, die deutsche
Megaversion am Samstag, dem 02.09.
in Linz, Österreich.
Letzte Woche waren wir auf Curaçao
für ein Konzert zugunsten der
dortigen Aidshilfe.
War da zum letzten Mal
vor 27 Jahren.
Hab die Sonne,
das Meer, den Strand,
die Delphine und die neuen Freunde genossen.
Werde versuchen, eine Hochschule Curaçao
zu gründen.
Es gibt noch kaum höhere Weiterbildung,
wodurch unnötig viel Talent
vergeudet wird
und eine unnötige Abhängigkeit
besteht.
Möchte mich bei allen enorm bedanken
für den herzlichen herzlichen Empfang
in diesem wunderschönen Land
unter dem Wind.
Mittwoch, 14. Juni 2006
Aus familären Gründen und Erkrankung einer Reihe von unseren Mitarbeitern sind wir leider nicht in der Lage, so kurzfristig noch einen schönen Opslagdag ("Schnäppchen"tag) zu organisieren. Wir bitten um Entschuldigung und verschieben ihn bis auf weiteres. Die Opslagdag-Gruppe
Montag, 29. Mai 2006
“Hut ab”
steht bei
112 Vorstellungen.
Meine Stimme ist kurz vorm Krächzen.
Wir haben uns
in Stuttgard
am Schluss
zugeprostet
auf weitere zehn solcher Tourneen.
Ich singe weiter,
bis ich 102 bin.
Dann vergrab ich mich
unter einer Birke.
 
In den nächsten Tagen
machen wir
eine Anti-Aids-Kampagne
und darüber
einen Dokumentarfilm fürs ZDF.
 
Dann kommt die WM-Show,
freu mich riesig darauf.
Für diese Show
können Sie Karten kaufen
bei allen Rabobanken
in Soest, Baarn und Eemnes
und bei Marja van der Leij:
(035 6025754, )
Freunde vom club van 55
brauchen, wenn sie zu zweit kommen,
nur die Hälfte zahlen.
Bitte bei Erika melden:
()
Wenn Sie Karten vorbestellen wollen,
tun Sie’s bitte bald, denn
es gibt pro Aufzeichnung nur Platz
für 150 Leute,
und dann platzen wir schon
aus allen Nähten.
 
Ich bin nicht ganz zufrieden
mit den Vorbereitungen
der niederländischen Mannschaft.
Hätte lieber gesehen,
dass sie gegen Kamerun
verloren hätte,
dann wären die Erkenntnisse klarer,
auch in Anbetracht der Entwicklungen
im U-21-Bereich.
Heute Abend spielen sie gegen Italien.
Sie werden dann über sich
hinauswachsen müssen.
Ich mache mir Sorgen.
Irgendwie
fehlt den Jungs was.
Zu denken, es zu können,
ist total riskant.
 
Das Grün im Garten
ist nicht mehr in den Griff zu kriegen,
wenn es so weitergeht
brauche ich Giraffen.
Es bleibt ein Wunder.
 
Heute flog
eine junge Taube aus,
sie war noch keine Minute
in der Luft,
schon wurde sie von einem Bussard
am Schlafittchen gepackt.
Das Leben ist
glas-, glashart
Hätte ich fliegen können,
dann hätte ich dem Bussard
eine Standpauke gehalten,
den alten Sack gepackt
und die Kleine leben lassen.
 
 
Mittwoch, 17. Mai 2006
Die Donau strömt unaufhörlich,
fast friedlich.
Ganz anders als vor zwei Jahren,
als Edith und ich mit knapper Not
dem tobenden Wasser entkommen konnten.
 
Sitze an einem großen,
weiß gedeckten Tisch.
Neben mir Wolfgang Winkler,
der Direktor des Brucknerhauses in Linz.
Auf der anderen Seite Gudrun Berger,
die Direktorin von UNICEF- Österreich.
Wir sind im Theaterrestaurant zusammengekommen,
um mit der Presse
über die bevorstehende Klangwolke zu reden
(oder die Kwakwolke, wie eine Zeitung schrieb).
Am kommenden zweiten September
spielen wir an den Ufern der Donau
ein mega “Ente gut, alles gut”,
meine letzte Kwakvorstellung
anlässlich des sechzigsten Geburtstags
von UNICEF.
Der Erlös geht an 500.000
Aids-Menschen in Malawi.
Das ist genauso viel, wie Linz und Graz
zusammen an Einwohnern haben.
 
Diese Vorstellung ist zugleich der Schluss unserer Kampagne
“Abgemacht ist abgemacht” -
Kinderrechte sind Menschenrechte.
 
Frau Berger berichtet,
dass UNICEF beschlossen hat,
Alfred zu seinem Botschafter zu ernennen
und ihn mit der Ehrenmitgliedschaft auszuzeichnen.
Sein Vater ist sehr stolz,
muss ein paarmal schlucken.
 
Danach zum Flugplatz,
um über Düsseldorf nach Berlin
zur UNICEF-Gala
im Friedrichstadtpalast
zu fliegen.
Ebenfalls anlässlich des sechzigjährigen Bestehens.
Werde dort mit  Edith singen und
hoffentlich Angela Merkel
und Vanessa Redgrave treffen.
Und dann darüber reden, wie und was wir
in puncto Kinderrechte tun müssten…
 
Habe anschließend eine Verabredung
mit Sabine Christiansen.
Sie ist UNICEF-Botschafterin in Deutschland.
Eine starke Frau.
Wir wollen im Herbst versuchen,
ein Treffen mit Kindern
und klugen Menschen
aus allen Himmelsrichtungen
zu organisieren.
Thema: Kinderrechte.
Und im Anschluss daran
die Resultate dem Bundestag  überreichen...
 
Morgen auf dem Flugplatz
eine Besprechung darüber, wie wir
die im Land van Ooit geplanten
Vor-Vorstellungen von “Ente gut, alles gut”
auf die Reihe kriegen.
Am Samstag, dem 19. August, spielen wir dort zwei Vorstellungen,
die letzte als Gala für UNICEF
mit anschließendem königlichen Diner,
für das Sie einen Tisch
für zehn Personen kaufen können,
(Info: Inge Eijsenga: , 035 6970176)
und wir geben am Sonntag, dem 20. August, eine Vorstellung.
Alle wieder anlässlich
des notwendigen Ziels.
Dann weiter nach Innsbruck
zur letzten Vorstellung der acht von “Hut ab”.
 
Möchte gern unseren Leuten von der Technik
ein großes Kompliment machen.
Edith und ich sind fleißig,
aber diese Herren auch.
Das, was sie schleppen,
ist viel schwerer
als meine Geige und ihre Gitarre.
 
Mein Koffer holpert an der Security vorbei.
Der Mann, der mich abtastet,
sagt, er hoffe,
dass ich nie in Pension gehen werde.
Das zu tun, trau ich mich nicht.
 
Am kommenden Freitag und Samstag
gibt es zwei französische
“Mata Hari” Vorstellungen
in Leeuwarden (ROC Friese Poort, Wielaarder Buren 1)
Die ersten zwanzig Harlekijn-Anrufer
bekommen Freikarten
(frag nach Letja).
 
Am 25. Juni
gibt es in Harderwijk einen Tag der offenen Tür.
Alle Harlekijners werden
zu Wahnsinnspreisen dasein.
 
Auf einem weiteren Flugplatz
sehe ich auf allen Zeitungen der Welt
das schöne Gesicht von Hirsi Ali.
Unter der Maske  
gleicher Mönche, gleicher Kutten
niederlokalen politschen Interessen
zum Opfer gefallen. 
What’s in a name?
Es ist eine bloody shame.