Der deutsche Gegenpart von Asterix steht als Denkmal aus Sandstein und Kupfer hoch oben auf einem Hügel in einem Wald vor den Toren Detmolds. Hermann der Mutige sticht mit seinem Schwert unerschrocken in die Luft. Dieser tapfere germanische Krieger trotzte einst den römischen Legionen, schlug sie mittels einer List und trieb sie aus dem Teutoburger Wald bis unterhalb des Deutschen Rheins. Hermann, der lediglich Haus und Herd beschützte, wuchs zu einem Symbol für deutsche Unbeugsamkeit an. Missbraucht und hochgejubelt durch manche nationalistische Bewegung. Hermann ist, was mich betrifft, nichts anderes als ein riesiger Gartenzwerg mit einem Schwert, der es zu Recht mit den fremden, römischen Besetzern aufnahm. Nicht mehr oder weniger als das. Er ist ein Denkmal mit einem leeren Kopf, das an die legendäre Schlacht erinnern soll.
Erdachte für ihn einen „Verstand“, einen Bewohner für seinen hohlen Schädel in Person der außergewöhnlich weisen Schneeeule Theofilius, einen Vogel, der durch die Löcher in Hermanns Denkmalkopf wie der Kuckuck in der Uhr nachts hinein und hinaus fliegt. Eine Eule, die du in deinen Träumen fragen kannst, was immer du willst. Und wenn du ganz gut lauschst, kannst du ihre Antworten mitten in der Nacht glasklar hören.
Ich zum Beispiel, fragte sie neulich noch: "Wissen Sie, wo meine Lesebrille ist?" Ich weiß es sicher, dass sie antwortete: "Im Spiegel"
An diesem Workshop arbeiten u.a. mit:
Edith Leerkes, Michiel Kerbosch, Max Douw, Karin Hougaard, Nina de la Croix, Hein Offermans, Jaconell Mouton en het Harlekijn Danstheater.